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Zum selbst ausrechnen

Formel für DSGVO-Bußgelder: So errechnet sich die Höhe des Bußgeldes bei einem Datenschutzverstoß


Auf der Webseite https://www.exali.de/Info-Base/bussgeldformel-dsgvo?utm_source=news&utm_medium=newsflash&utm_content=kw46-bussgeldformel-dsgvo gibt es eine gut verständliche Erklärung in Text und Video, aus welchen Bestandteilen die Formel für Verstöße gegen die DSGVO besteht, sowie 2 Beipiele.


Ein Auszug:

Bußgeldformel macht das Risiko kalkulierbar

Um die Berechnung in Zukunft möglichst nachvollziehbar und transparent zu gestalten, einigten sich die Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder im Juni 2019 auf ein neues Modell zur Bußgeldberechnung. Die Berechnungsformel richtet sich nach einem Tagessatz, der sich aus dem Vorjahresumsatz des Unternehmens geteilt durch 360 ergibt. Die Schwere des begangenen Verstoßes, der Grad der Fahrlässigkeit und weitere Faktoren werden mit einem Auf- oder Abschlag im Rahmen von -25 Prozent bis zu + 300 Prozent des Tagessatzes berücksichtigt.

DSGVOBugeldberechnung1-6367245.png

Höherer Umsatz = Höheres Bußgeld

Das heißt: Je mehr ein Unternehmen erwirtschaftet, umso teurer wird ein DSGVO-Verstoß. Gehen wir von einer Medienagentur mit einem Jahresumsatz von 100.000 Euro aus, beläuft sich der Tagessatz auf (100.000 Euro/360=) 277,78 Euro. Die Datenschutzbehörden, oder im Zweifelsfall Gerichte, ordnen den Verstoß dann zuerst der Schwere nach ein. Dem Vergehen entsprechend wird ein Multiplikator von 1 bis 14,4 angewendet. In besonderen Fällen kann der Faktor auch höher ausfallen. Bei einem mittleren Verstoß (Faktor 6) wäre das für unsere Agentur ein Tagessatz von (277,78 Euro*6=) 1.666,67 Euro. Anschließend werden auf diese Summe vier weitere Multiplikatoren angewendet, die Sie folgender Grafik entnehmen können:

DSGVOBugeldberechnung2-4117224.png

Rechenbeispiel für 100.000 Euro Jahresumsatz

Dieses Rechenbeispiel zeigt, dass die Multiplikatoren erhebliche Auswirkungen auf die Höhe des Bußgeldes haben können. Nehmen wir wieder die Agentur mit einem Jahresumsatz von 100.000 Euro. Im besten Fall (geringer Verstoß - Faktor 1, geringe Fahrlässigkeit -25 %, vorbildliche Kooperation mit den Behörden -25 %, schnelle und erfolgreiche Gegenmaßnahmen -25 % und erster Verstoß gegen die DSGVO +0 %) gibt es einen Nachlass von 75 % auf den Tagessatz. Damit beträgt die Strafe unserer Agentur lediglich (277,78 Euro*1*0,25=) 69,45 Euro.

Im schlechtesten Fall (sehr schwerer Verstoß - Faktor 14,4, vorsätzlicher Verstoß +50 %, unkooperativ +50 %, keine Gegenmaßnahmen +50 % und vierter Verstoß +300 %) gibt es einen Aufschlag von 450 %, was zu einer Bußgeldforderung von (277,78 Euro*14,4+450% =) 22.000 Euro führt.



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